In meinem Keller steht seit vier Jahren eine Nähmaschine, an der ich nicht einmal einen Faden eingefädelt habe. Sie war günstig, hübsch verziert, das Rad drehte sich leicht, und ich dachte, das reicht als Prüfung. Erst zu Hause fiel mir auf, dass Nadel und Spulenkapsel fehlten, kleine Teile, die zu ersetzen teurer wurde als die ganze Maschine gekostet hatte. Solche Fehlkäufe häufen sich über die Jahre zu einer stillen Liste, die ich nie aufgeschrieben, aber immer im Kopf habe. Manche Dinge kaufe ich inzwischen einfach nicht mehr, egal wie charmant sie auf dem Tisch liegen.
Nähmaschinen ohne vollständiges Zubehör
Eine alte Nähmaschine sieht auf einem Flohmarkttisch fast immer hübsch aus, mit ihrem lackierten Gestell und den goldenen Verzierungen. Ich prüfe inzwischen konsequent, ob Nadel, Spulenkapsel und mindestens eine Spule vorhanden sind, bevor ich überhaupt über den Preis nachdenke. Fehlen diese Kleinteile, wird aus einem hübschen Möbelstück schnell ein reines Dekorationsobjekt, was in Ordnung sein kann, aber ehrlich benannt werden sollte, schon beim Kauf. Meine Nähmaschine im Keller dient inzwischen als teurer Beistelltisch, was ich akzeptiert habe, aber beim nächsten Fund frage ich zuerst nach den fehlenden Teilen, bevor ich verliebt in die Optik werde.
Kaputte Uhren ohne Werkstatt in Reichweite
Alte Uhren mit stehendem Zeiger üben eine seltsame Anziehungskraft aus, und ich habe schon mehrere gekauft in der Hoffnung, sie irgendwie reparieren zu lassen. Zweimal fand sich kein Uhrmacher, der das Werk noch bekam oder die Reparatur für einen vertretbaren Preis übernahm. Seitdem frage ich vor Ort, ob die Uhr läuft, und wenn nicht, kalkuliere ich die Reparatur realistisch mit ein, nicht als vage Hoffnung. Läuft eine Uhr schon auf dem Markt, zahle ich lieber etwas mehr, als später mit einem hübschen, aber stummen Gehäuse dazustehen, das nur noch an einen impulsiven Kauf erinnert.
Bleiglas mit Sprung und Möbel, die nicht ins Auto passen
Ein gesprungenes Bleiglasfenster wirkt auf den ersten Blick reparabel, aber die Reparatur bei einem Glaser kostet oft ein Vielfaches des Kaufpreises, und ich habe das zweimal unterschätzt. Genauso vorsichtig bin ich inzwischen bei Möbelmaßen. Ein Schrank, der auf dem Markt großzügig, aber machbar wirkte, passte einmal nicht durch meine Kellertür, und ich musste ihn wieder verkaufen, mit Verlust und viel Ärger. Seit diesem Tag habe ich ein Maßband immer griffbereit, prüfe Türbreiten vorher zu Hause und lasse mich von der Größe eines Stücks nicht mehr allein von der Begeisterung leiten, egal wie schön das Muster im Glas ist.



